One Day in Prague

Wenn man schon in Prag um Party machen da ist sollte immer noch der Grundsatz gelten „Wenn kein Fussball ist gehste zum Fussball“. So hatte ich mir schon Wochen vorher 2 Spiele ausgeguckt und da die Internetseite des Prager Nahverkehrs recht gut zu bedienen ist war das Hinkommen von dieser Seite aus kein Problem. Aber nach einem Minimum an Schlaf und einem Maximum an Alkohol, kann man es durchaus als sportlichen Erfolg werten überhaupt um 9 Uhr morgens aufzustehen. Nachdem ich den „Ich beginne den Tag“ Triathlon bestehend aus Geld holen, fettigen Burger essen und Tageskarte kaufen hinter mir gebracht hatte konnte die Reise losgehen.

Kurz nochmal zum Thema Tageskarte im Prager Nahverkehr, da ist man mit 110 Tschechischen Kronen umgerechnet 4,40 € dabei. Bei meiner Fahrt beinhaltete es U-bahn, Tram und Bus. Mustek hiess die Haltestelle der U-bahn die am nächsten zu meinem Hostel lag und mich mit der Linka „B“ bis Deivicka brachte, von dort ging es mit der Linie 26 noch 4 Stationen mit der Tram. Dann schlug mein noch völlig verbollerter Kopf zu, trotz meines Tablets und Google Maps rauschte ich erstmal in die falsche Richtung ab. aber noch rechtzeitig hörte ich ich etwas Vertrautes, es war der klang einer Pfeiffe, so doll falsch war ich dann doch nicht. Bis auf die Tatsache das ein Bach aber keine Brücke war, also nochmal alles zurück. So kam ich leider 15 Minuten zu spät an. Da stand es bereits 1 zu 0 für den Gast, den Jubel hörte ich bereits, auch den Platz sah ich war aber verwundert das da keiner war, denn eigentlich sollte auf Kunstrasen gespielt werden, aber man tat mir den Gefallen und spielt im Stadion. Ach ja wo war ich Überhaupt, daran konnte ich mich dann doch noch Erinnern. SK Aritma Praha war der Gastgeber in der Begegnung der Skupina A (4.Liga) gegen FC Rokycany.

Das Stadion liegt genau an der Peripherie von einem Wohngebiet und der guten alten unbebauten Natur, Die Hintertor bebauungen fügten sich da nahtlos ein, es waren aufgeschüttete Grasshügel. der Star des Platzes ist eindeutig die Tribüne die in gut 2 m über dem Platz thront und mittig die Hälfte der Längsseite umfasste. In der Tribüne einbaut waren die Spielerbänke. 4 Sitzreihen und einen Pressebereich umfasste das ganze. Hinter der Tribüne ist dann der Komplex mit den Umkleidekabinen. Auf der anderen Seite befindet sich direkt ein Zaun und eine öffnetlich Strasse, dahinter noch andere Vereinsgebäude und Tenisplätze. Bei diesem Spiel fanden so 70-80 Leute ein, die meisten waren wo tatsächlich Gästefans.

Zum Spiel Rokycany konnte die Führung nach einer halben Std. ausbauen und und an diesem 0-2 sollte sich auch nix mehr ändern. Aritma wollte war aber im Abschluss zu fahrig und der Gast musste nicht mehr machen als nötig, hätte aber noch einen Treffer mehr haben könne wenn man die Konter besser ausspielt, ansonsten war das Spiel eher unaufgeregt weil eben früh entschieden. Was mir auffiel und das gilt auch für die 2. Partie, das Schiedsrichterentscheidungen in den häufigsten Fällen hingenommen werden und es nicht das in Deutschland leider typische Rumgeheule gibt. Das Niveau ist halt eben 4. Liga und in Deutschland dann vielleicht mit der 5./6. Liga zu vergleichen, aber alle Spieler hatten eine gute Ballbehandlung und einige Male durfte ich auch sehr gelungene Ballstafetten bewundern nur eben der Abschluss und die Verteidigung war nicht immer Konsequent. Apropo Konsequent, zimperlich gehen sie nicht miteinander, vieles wird dabei nicht gepfiffen und dennoch hingenommen. Erinnerte mich ein bisschen an britische Verhätlnisse.Leider fiel auch die Nahrungsaufnahme meinem Kater zum Opfer da ich mich ausser Stande fühlte einen sprachlichen Kampf um die Wurst zu führen.

Auf auf ins Nirgendwo. 2 Stationen mit der Tram zurück und dann in den 161 in Richtung Predni Kopanina. Es war eine kleine Berg und Talfahrt die mich zum 2 Spiel führte, und Prag an sich hatte ich hinter mir gelassen. Kopanina ist ein Dorf, das Buxtehude von Prag, da wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. aber das auffälligste ist wenn man auf das Dorf zu fährt ist die putzige Tribüne, die einen lustigen Scheinrieseneffekt hat die sieht echt Imposant von der Ferne aus und wenn man davor steht kann schnell handverlesen nachzählen das 50 Leute gut gequetscht raufpassen. Scheiterte ich bei Aritma beim Wurstkauf daran das ich nicht wusste was es wirklich gab weil da nix stand, gab es in Kopanina zu viel Auswahl und mein Hirn sagt wieder Nein. Neben der Tribüne und ein paar Bänke neben dieser, gab es vor dem Wurststand noch ein paar Sitzgelegenheiten wo sich auch die meisten Zuschauer niederliessen, insgesamt waren gut 100 Zuschauer vor Ort.

Das Spiel war besser, weil Torreicher. nach 10. minuten ging der FC Predni Kopanina 1-0 in Führung, die Gäste vom FSC Libus hatten da nicht viel entgegen zu setzten. Das Spiel fand im Rahmen der 1. Prager Stadtliga (5. Liga) statt. Etwas überraschend glich Libus Anfang der 2. Hälfte aus. konnte sich aber nur 5. Minuten lang freuen, da Kopanina sich die Führung zurück holte. Das einer der aktivisten Spieler der Heimmannschaft nach der x-ten soliden Grätsche vom Platz musste, tat dieser nicht mehr weh, 10 Min. vor Schluss schossen sie das 3 zu 1. Kurz hatten man den Eindruck das Der Schiri ein wenig Mitleid mit der Gästemannschaft hatte, denn er pfiff auffällig häufig zu ihren Gunsten.

In der Pause gab es noch eine Tombola mit den Nummern der Eintrittskarten und da die Flasche Wein nicht wegging, hatte ich die kurze Vermutung das das hätte mein Preis sein können, war mir aber auch egal weil ich lieber die Schinkenkeule gewonnen hätte. Nett waren auch die Kopanina „Oldtras“ die mit ihrer Gaströte für ein 90 Minuten Dauerbeschallung sorgten und der neueste Ultra Illshit sollten aus Küchentuchrollen gebastelte und handbemalte Klatschpappen sein.

Ich bekam direkt Anschluss an den Bus und war in 45 Minuten wieder in der Prager Altstadt, wo ich dann endlich auch was essen konnte. Fazit auch wenn ich Allein Unterwegs war, war es sehr unterhaltsam. Wird Zeit das ich wieder nach Prag fahr.

Soll ich jetzt alles machen?

Das fragte ich mich am Samstag in Harburg, gut warum bin ich auch da und steh das so rum am Platz in eben Harburg.

Ich war früh wach wollte den Tag nicht ungenutzt lassen, hätte ich eh nicht ein Spiel stand ja auf dem Programm, aber wieso nicht ein Zweites suchen. Ich fand ein Freizeitligaspiel, andere Hopper würden das niemals in ihre Auswahl nehmen., aber da der Platz von einer Vereinsmannschaft soweit ich weis Momentan nich bespielt wird, nehm ich halt das was ich kriegen kann, unmoralische Anfragen inklusive.

Ich kam ein bisschen spät an, aber ich merkte schnell das noch nicht gespielt wurde und ich merkte auch schnell warum nicht. Der Pfeiffenmann fehlt. Ich sah die Spieler diskutieren und einige hatten mich auch registriert und ich ahnte was sie wollten als sie auf mich zu kamen “ ob ich pfeiffen könnte“. Ich brauchte nicht lange überlegen, aus vollsten Herzen sagte ich “ das ich mir das nicht zu traue“.

Schlagartig wird einem bewusst, was für eine Verantwortung zu tragen ist, die beiden Spieler die dann den Job machte bekamen auch ordentlich was zu hören wenn mal was nicht “ in Ordnung war“. Ich werde jetzt keine Ode auf die Schirigilde abfeiern, den ich weiss ganz genau das ich bei der nächsten Entscheidung das eh besser weiss. Aber sich mal ab und an daran Erinnern das man selber das niemals besser machen würde, das werde ich tun.

Das Spiel ging gut über die Bühne trotz einer Elferentscheidung, vielleicht auch weil der Schiri a.k.a. Spieler gegen sein Team entschied. Und wenn sich jemand fragt warum ich den so ein Scheiss mach, na ja, dieser Blog muss doch auch gefüllt werden und ein paar Stories hab ich ja noch.

Lokalrunde – “ Tag der Amateure“

Kürzlich war ja die Auslosung zur Qualifikationsrunde für die EM 2016, und danach wurden die Spieltage terminiert, so das man Endlich auch einen Termin für den Tag des Amateurfußballs, kurz Lokalrunde genannt finden konnte. Es wird der 12. Oktober 2014 sein. Was alles passieren wird werde ich hier zur gegeben Zeit kundtun.

Was man aber sagen kann, das wurde auf dem Vernetzungstreffen so besprochen, das die Spiele nicht zu einer Kirmesveranstaltung degeneriert werden. Der Fussball und nur der Fussball auf Amateurniveau steht im Mittelpunkt. Merkt euch den Termin und sagt es ruhig weiter, Egal wo, Egal wie, Egal wann geht zum Verein um die Ecke und guckt Fussball und das muss nicht nur am 12. Oktober sein.

GaSa- Vernetzungstreffen


Die Mädels und Jungs von Nordkaos luden zum 1. Vernetzungstreffen ein und 14 Fangruppierungen kamen dieser Einladung mehr oder weniger zahlreich nach. Das nur 14 von 44 Gruppen dabei waren mag enttäusschend wirken, die Menschen die dann anwesend waren haben aber einiges auf den Punkt gebracht und wir können mit einem guten Plan in die Rückrunde gehen.
Aber erstmal zum Tag selber. Nicht wirklich fit macht ich mich dann doch als einziger von United auf das Stadion hoheluft zu entern. Ganz alleine kommt man dann doch nicht und so traff ich Tim von den Busenfreunden. Die Auflegenacht rumorte noch in Kopf und Magen, aber Stulle und Kaffee konnten für Beruhigung sorgen. An dieser Stelle nochmal einen grossen Dank an das den ganzen Tag über tolle Catering des Nordkaos. Es ich schloss mich dann sitz technisch den Barmbekern und Bergedorfern. und so schnackte man untereinander und kamm auch mit Vertretern anderer Vereine ins Gespräch bevor die eigentliche Arbeit begann.
Die Idee das jede Gruppe ersteinmal ihre Probleme auf Flipchart brachte und dann im Plenum vortrug mag zwar sehr an Schule erinnern, war aber meiner meinung gerade das Richtige. Jetzt alles einzelnd Aufzählen kann ich jetzt auch nicht mehr aber die gängigen Probleme sind Vorstände, Schlechter Ruf, kaum Interesse meist resultierend aus der Sky Kneipenkonkurrenz aber auch Infrastruktur stellte sich als Problem herraus. Im Detail unterschieden sich die Probleme so das beim zuhören tatsächlich nie Langeweile aufkam.
Im 2. Teil des Tagesablaufes bildeten wir 3 Gruppen und liefen drei Stationen ab die hiessen Lokales, Verbände und Medien. Lokales sollte heissen wie kann in der näheren Umgebung sprich im Viertel, der Stadt oder Dorf den jeweiligen Verein zu mehr Zuspruch verhelfen. Im grossen und ganzen kam zusammen das wir in Jugendclubs, Kneipen und ähnliches gehen sollte um von Jung bis Alt alle zu erreichen, ein mir wichtiges Thema beeinhaltes das auch Das Stadion zum lokalen Treffpunkt zumachen. Plakataktionen in Läden mit direkter Ansprache wurde auch zum Thema gemacht.
Das Thema Verbände war bei unserer Gruppe ein heisses Thema wurde dann auch wie im Gesamtenor behandelt, Die Initiative ist nocht zu leicht um mit den Schwergweichtigen Verbänden an einem Tisch zu sitzen. Die Idee eien Eigenen Verband zu gründen ist wegen abzusehender Erfolglosigkeit kein Thema. Verbands unabhängig wären aber Testspiele von GaSa-Vereinen eine Idee die nicht grundsätzlich abgelehnt wurde.
Die Medien sind wohl im nächsten Halbjahr wohl das Vorrangige Angriffsziel. Von Lokalen Printmedien bishin zu den öffentlich-rechtlichen dritten Programmen sehen wir Potential den Amateurfussball wieder eine breitere Warnehmung zu geben. das muss gar nicht in bewegten Bilder oder mit Radiomitschnitten geschehen, es reicht uns schon das man einfach die Ergebnisse auf Tafeln im Fernsehen(dabei würde ja schon ein Hinweis auf die Videotexttafeln reichen) oder im Radio die Ergebnisse schlichtweg durchgesagt werden. Als andere mediale Verbreitung stehen natürlich die Socialmedias wobei hier ein Viraler Effekt notwendig ist um den eigenen Zirkel zu durchbrechen. Und da es ja auch enthusiastische Hobbyfilmer gibt die Amateurfussballspiele fürs Netz filmen und aufbereiten könnte man diese nutzen um in Profivereinsforen damit quasi zu werben.
Übergeordnet ist ein wichtiges Thema die ausrichtung eines „Non-League“ Tages an Länderspielwochenenden. Da besteht bereits die Möglichkeit mit dem Bolzen-Magazin einen kompetenten Medienpartner ins Boot zu holen. Klare Ansage muss sein, das keine Eventisierung stattfindet.
Das ist natürlich mal wieder alles kurz zusammen gefasst aber verschafft einen kleinen Überblick dies Tages.
Mein Fazit: der Tag war sehr informativ spannend und ich glaube das einiges möglich ist. Jetzt gilt es angesprochene Dinge umzusetzen und das vor allen Dingen direkt vor seiner Haustür. Nebenbei sind mal wieder ein paar Vorurteile über Bord gegangen und dieses sollte auch ein Ziel sein das bei anderen Menschen auch zu schaffen.

In Gedenken

Über Walter Frosch gibt es viel zu erzählen, und so kann auch ich an dieser traurigen Stellen eine kleine Anekdote über ihn erzählen. Es war so um diese Zeit, kalt und naß. St.Pauli spielte noch in der 3.Liga und ein Ostverein war zu Gast. Demnach gab es keinen Alkohol im Stadion, so ging ich in Richtung altes Clubheim an dessen Wand im Stadion stand ein Wagen mit Heissgetränken betrieben von Walter Frosch, an diesem Abend stand er selbst im Wagen. Ich bestellte mir ein Kaffee und grummelte vor mich hin: “ das es ja Scheisse ist ohne Alkohol“. Walter antwortete“ Wo das denn“, „na im ganzen Stadion“ entgegnete ich. Walter nahm einen neuen Becher, griff unter die Theke holte ne große Buddel Rum kippte den Becher halb voll und füllte ihn mit Kaffee auf. Mit einem Psst!-Zeichen schob er den Becher rüber. Es sollte nicht der letzte Kaffee an diesem Abend werden, ich weiss noch das ich mit Walter noch gesabbelt habe, was weiss ich nicht mehr, auch nicht wie St.Pauli spielte. Aber das es ein toller Abend war steckt tief in mir drin. Maches gut, Walter Frosch.